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Neuigkeiten en masse!
2. September 2010
Da hat man nun eine Art Blog und kommt nicht zum Schreiben, weil die Ereignisse, die man vermelden wollte, sich so überstürzen, daß sie einen mit sich hinwegreißen. Nun aber ragt momentweise das Köpfchen aus dem Strom, und die Fingerchen huschen über die Tasten.
Ich bin, wie schon vielfach verkündet, der neue Vorstandsvorsitzende der Kurt Wolff Stiftung geworden, da Manfred Metzner (Wunderhorn) satzungsgemäß nach zehn Jahren diesen Posten quittieren mußte. Näheres hier:
Link zum Börsenblatt
Um die Arbeit der Stiftung zu intensivieren, sind wir auf Spenden angewiesen, selbstverständlich gegen Spendenquittung. Wo und wie Sie spenden können, steht hier:
Link zur Spende
Mit Monika Bilstein und Dietrich zu Klampen habe ich glücklicherweise zwei grandiose Mitstreiter im Vorstand.
Daß wir auf die Hotlist der Independent-Verlage gehetzt worden sind, freut uns nicht wenig. Michel Matveevs Roman "Die Gehetzten", übersetzt von Rudolf von Bitter, wurde von der Jury auserkoren. Es ist eines der beeindruckendsten Bücher, die ich publiziert habe. "Dieses Buch und sein Autor sind eine Entdeckung, für die man nur dankbar sein kann", schrieb Jochen Jung im "Tagesspiegel". Die ganze Rezension finden Sie hier:
Link zum Tagesspiegel
Daß bei alledem auch noch neue Bücher erschienen sind, grenzt an ein Wunder. Brandneu ist
Alfred Flechtheim: "Nun mal Schluß mit den blauen Picassos!". Gesammelte Schriften. Herausgegeben von Rudolf Schmitt-Föller. Vorwort von Ottfried Dascher.
Der Band war fürs Frühjahr angekündigt, doch hatten wir derartige Probleme mit der Datei, die mit dem Textvernichtungsprogramm Word erstellt worden war, daß wir den Ausdruck besser abgetippt hätten. Das von Friedrich Forssman gestaltete Buch läßt sich nun hier bewundern:
Link ins Flechtheim
Und zuletzt darf ich noch auf die heraufziehende Ausstellung der Photographien von Heinrich Hauser im RuhrMuseum, Essen, Zeche Zollverein, hinweisen. Eröffnet wird sie am 26. September. Als Begleitband publizieren wir Hausers Ruhrgebietsreportagen "Schwarzes Revier" von 1930 neu, mit einem Nachwort von Andreas Rossmann. Als Halbleinenband!!!
Link ins Revier
Demnächst mehr. Indianerehrenwort.
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Jutta Leitner
6. Juli 2010
Unsere Freundin und Verlagsvertreterin in Österreich, Jutta Leitner, ist am 2. Juli nach kurzer Krankheit gestorben. Wir haben seit 1999 mit ihr zusammengearbeitet und sie häufig in Wien besucht, auch auf den Messen trafen wir uns. Sie gehörte ganz fest zu unserem Verlag, wie alle unsere Vertreter gab sie wichtige Anregungen und unterstützte uns in einer Weise, für die wir nicht dankbar genug sein können. Kurzum, sie war eine gute Freundin. Eine sehr gute. Die findet man nicht leicht und vermißt sie um so mehr, wenn sie nicht mehr bei uns sind.
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Beethovenhalle
29. Mai 2010
Unser Buch über die Beethovenhalle in Bonn ist fertig! Und das feiern wir am Montag, den 31. Mai um 18 Uhr im Forum Süd der Beethovenhalle. Mit Musik, Wein und Elan. Wer immer sich in unserer Gegend aufhält, ist herzlich eingeladen.
Link zum Buch
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Wir im Deutschlandfunk!
20. Mai 2010
Gestern brachte der Deutschlandfunk in seiner Sendung "Büchermarkt" ein Portrait unseres Verlags anläßlich des 15jährigen Jubiläums desselben.
Nachlesen kann man es hier:
Link zum Text
Und nachhören hier:
Link zum Ton
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Herbstvorschau
10. Mai 2010
Da Rasten und Ruhen unbekannte Fremdwörter für uns sind, haben wir andere Wörter herangezogen, um aus ihnen unsere Herbstvorschau zu generieren. Dabei aber sind wir durchaus planvoll vorgegangen und haben sowenig als irgend möglich dem Zufalle überlassen. Das Ergebnis läßt sich nun elektronisch bestaunen, Ihre Maus leistet Ihnen den Dienst gerne.
Link zum Herbst
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Kulturjournal zum Nachsehen
27. April 2010
Wer den Beitrag zu den Buchhandelsketten um die Hälse der Independent Verlage im NDR gestern abend je verpaßt haben sollte, kann hier die Chain Gang bewundern:
Link zur Sendung
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Ich glotz Tevau!
23. April 2010
Am Montag, den 26. April sendet das NDR-Kulturjournal (NDR 3) um 22:30 Uhr einen Beitrag über das nicht immer störungsfreie Verhältnis der Independent Verlage zu den Buchhandelsketten. Oder ist es vielleicht doch störungsfrei, weil es nicht existiert? Bei störungsfreiem Empfang sollte diese Frage beantwortet werden können, u.a. von Jörg Sundermeier (Verbrecher Verlag) und mir.
Link zur Sendung
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Edmund Wolf again
17. April 2010
Heute ist in der Financial Times, London, ein sehr schöner Artikel von Martin Wolf über seinen Vater Edmund Wolf zu lesen. Wir freuen uns mächtig, daß ihm unser Buch so gut gefällt. Wir sehen ihn bei der Ausstellungseröffnung im Literaturhaus Wien am 22.4. um 19 Uhr.
Link zur Financial Times
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Edmund Wolf!
15. April 2010
Nicht nur gestrandeten Flugreisenden sei unser soeben erschienenes Buch zur Lektüre empfohlen: Ursula Seeber / Barbara Weidle (Hg.): Edmund Wolf - "Ich spreche hier nicht von mir". Wolf (1910-1997) war ein Journalist, Theaterautor und Dokumentarfilmer, der ein beeindruckendes Werk geschaffen hat, allein 80 Dokumentarfilme für die ARD stammen von ihm. Näheres hier:
Link zum Buch
Am 23. April hätte er seinen 100. Geburtstag begangen, was wir gebührend feiern: mit einer Ausstellung zu Leben und Werk im Literaturhaus Wien. Die Eröffnung findet am 22.4. ab 19 Uhr statt, und so die Flugzeuge bis dahin wieder den Himmel bevölkern, werden wir dort sein.
Link zur Party
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Wolfgang Kubin zum Nachhören
11. April 2010
In der Sendung Mosaik auf WDR 3 wurde am verwichenen Samstag ein einstündiges Gespräch mit Wolfgang Kubin ausgestrahlt. Seit kurzem kann man sämtliche sich aus Verpassensgründen irgendwohingebissenen Monogramme löschen und getrost dem Nachhören frönen:
Link zum Mosaik
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Buchhandel & Independent-Verlage
1. April 2010
In der heutigen FAZ kann man einen Artikel von mir zum Thema Buchhandel & Independent-Verlage lesen.
Link ins allgemeine Frankfurt
Frohe Ostern!
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Erste Besprechungen der "Gehetzten"
17. März 2010
Heute sind gleich zwei Rezensionen des Romans "Die Gehetzten" von Michel Matveev erschienen, im Tagesspiegel Berlin:
Link zum Tagesspiegel
und im Bonner General-Anzeiger:
Link zum General-Anzeiger
So darf ruhig jeder Tag beginnen ... Selbst einer, der mich zum Aufbauen meines Leipziger Messestands zwingt.
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Der etwas andere Würstchenstand!
14. März 2010
Wir sind in diesem Jahr auf der Buchmesse Leipzig erstmalig mit eigenem Stand vertreten! In Halle 5, D215.
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Wir im Fernsehen!
1. März 2010
Gestern abend zu später Stunde passierte Unerhörtes in der deutschen Fernsehlandschaft. Denis Scheck besprach in seiner Sendung "Druckfrisch" das Buch "Unterm Schnurbaum. Deutsch-chinesische Wahlverwandtschaften" von Wolfgang Kubin! Wer's nicht glauben will, lese selbst:
Link in die Druckfrische
Link zum Text
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Die Gehetzten
22. Februar 2010
Das Frühjahrsprogramm nimmt Gestalt an! Soeben erhielten wir die ersten Exemplare von Michel Matveevs Roman "Die Gehetzten", aus dem Französischen übersetzt und mit einem Nachwort von Rudolf v. Bitter. Ein Roman, der von den antijüdischen Pogromen in Rußland 1919 handelt und der zugleich ein existentielles, zeitloses Bild von Gewalt, Flucht und Heimatlosigkeit bietet. Es gibt wenige Bücher, die mich so tief beeindruckt haben. Als habe Ahasver es selbst geschrieben. Näheres hier:
Link zum Buch
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1 Geburtstag und 1 Rezension
8. Februar 2010
Wir dürfen vermelden, daß unser Freund und Autor Karl Wagner, Germanistik-Professor in Zürich, morgen seinen 60. Geburtstag feiert. Zu diesem hehren Anlaß haben wir seine gesammelten Essays über Peter Handke unter dem Titel "Weiter im Blues" publiziert. Näheres dazu hier:
Link zum Blues
Und es ist eine lange Besprechung unserer Anthologie chinesischer Lyrik "Alles versteht sich auf Verrat", herausgegeben von Wolfgang Kubin und Teng Xiaodu, in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen, Sie finden sie unschwer hier:
Link nach Zürich
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Frühjahr
Pünktlich mit einem der ersten Schnees ist auch unsere Frühjahrsvorschau vom Himmel Kassels gefallen. Und hat sich sofort in den Schoß des Internets begeben, von wo sie jedermann auf den eigenen Schoß fallen kann.
Link zum Frühling
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Neue Bücher
Gleich zwei Neuerscheinungen gilt es zu vermelden, beide gehören dem hehren Reiche der Kunst an:
Katharina Hinsberg: »binnen«. Der Katalog zweier Ausstellungen, in der Landesgalerie Linz und in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe.
Gisela Clement (Hg.): »Räumen«. Ein Band über eine ungewöhnliche Verbindung von Architektur und Kunst. Die Künstler: Werner Haypeter und Lutz Fritsch. Der Architekt: Uwe Schröder. Mit Texten von Stephan Berg, Andreas Denk und Rainer Schützeichel.
Näheres hier:
Link zur Kunst
Und wer heute die FAZ liest, findet dortselbst eine wunderbare Rezension unseres Buches »Visum nach Amerika« von Salamon Dembitzer.
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Wir stehen im Gesichtsbuch!
Seit neuestem gibt es uns auch auf Facebook, und wir freuen uns über neue und alte Freunde.
Link zum Facebook-Profil
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Eric Koch in HR2
Am Mittwoch, den 18. November kann man um 12:05 Uhr eine Stunde lang unserem Autor Eric Koch in der Sendung Doppel-Kopf auf HR2 lauschen. Das Gespräch kann man aber auch später als Podcast runterladen.
Link zur Sendung
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Nathalie Kuperman, Frühstück mit Mick Jagger
Diese mail eines Lesers erreichte uns heute:
Beim vorletzten mal (oder "Mal"? Was weiß ich denn jetzt!), daß ich ein Buch, obwohl ich doch schlafen wollte und eigentlich mußte, dennoch vorn vorne bis hinten nachts durchlas, war ich 19, das Buch war "Der Fänger im Roggen". Dreimal dürfen Sie raten, welches Buch es beim letzen Mal war? Eigentlich wollte ich, nicht unironisch, schlafen, nahm den Rotz -- es wird ja so unfaßbar viel publiziert -- lustlos zur Hand; und wenn es nach mir ginge (was es unverständlicherweise nicht tut), dann müßten Ihnen die Leute die Bude einrennen und die "Kupermans" förmlich oder meinethalben auch buchstäblich aus den Händen reißen. Und wenn, wovon ich allerdings ausgehe, Grabbe mit seinem Satz "Denn nichts als Verzweiflung kann uns retten" richtig liegen sollte, dann hat diese kraftvoll ohnmächtige Erzählung viel für uns getan. Und für die Literatur, die davon wieder mal nichts mitkriegen wird, sowieso.
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Wolfgang Kubin im chinesischen Fernsehen!
29. Oktober 2009
Am Sonntag, den 1. November um 13 Uhr unserer Zeit (20 Uhr in Beijing) strahlt der (englischsprachige) chinesische Fernsehsender ICS ein einstündiges Porträt von Wolfgang Kubin aus (in dem vermutlich auch sein Bonner Verleger zu Wort kommt). Übers Internet kann man zuschauen, wenn man sich dieses Links bedient:
Auf nach China!
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Buchmesse
13.10.2009
Es ist wohl kaum jemandem verborgen geblieben, daß der Oktober eine erste Schneise in den Kalender geschlagen hat und sich an deren morgigem Rand das Medusenhaupt der Buchmesse erhebt. Die gute Nachricht zuerst: Wir werden nicht nur vor Ort sein (ist das eine gute Nachricht?), an gewohnter Stelle, Halle 4.1, F 139, sondern haben auch erstmalig tatsächlich sämtliche Herbsttitel am Stand (ein großer Dank an unsere Druckerei Reinheimer!). Das neueste Buch, Nathalie Kuperman, "Frühstück mit Mick Jagger" in der Übersetzung von Andrea Spingler, versüßt seit einigen Tagen unser Frühstück.
Das muß, soll und wird gefeiert werden: Am Messedonnerstag ab 17 Uhr laden wie immer die Reihen F & G der Halle 4.1 zum "Tanz aus der Reihe" ein, und wer da noch tanzen kann und nicht von der Grippe aufs Lager geworfen wurde, kann sich bei uns mit virenabwehrenden Getränken stärken (ich muß allerdings kurz weg, um mit Friedrich Forssman unseren Preis der Stiftung Buchkunst für Raymond Federmans "Pssst!" entgegenzunehmen). Am Mittwoch um 13 Uhr, da sollten noch mehr Gesunde unter uns sein, stellt die Kurt Wolff Stiftung auf der Leseinsel der unabhängigen Verlage (4.1, D 122) den neuen Katalog "Es geht um das Buch" vor. Er ist in diesem Jahr noch schöner geworden denn je und wurde mit virenabtötendem grünem Lack überzogen.
Wir werden unseren Autor Wolfgang Kubin ab und an am Stand haben, wer ein Interview mit ihm führen möchte, kann dies bei uns anmelden.
Die schlechte Nachricht hat sich im vorigen vielleicht schon angedeutet: Die Grippe wird durch die Hallen geistern. Die Messegesellschaft hat dazu ein Statement auf ihrer Website veröffentlicht, welches Sie hier finden:
Link zur Grippe
Da sich die meisten Besucher nach der Messe mit modischen Hygienemasken in Quarantäne wiederfinden werden, sollten Sie sich für diesen Fall reichlich mit Lektüre versorgen. Zu diesem Zweck bringen wir in diesem Jahr einige fiebersenkende Bücher zusätzlich mit.
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Raymond Federman
8.10.2009
Soeben erfahre ich, daß Raymond Federman vor 2 Tagen gestorben ist.
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Wolfgang Kubin bei Radio Bremen
24. September 2009
Am Sonntag, den 27. September kann man nach der Wahl unserem Autor Wolfgang Kubin in Literaturzeit auf Radio Bremen lauschen, sein Buch "Unterm Schnurbaum" wird vorgestellt. Man sollte danach aber nicht abschalten, sondern auch noch den Beitrag über Atiq Rahimi anhören; dessen neuen Roman "Stein der Geduld" habe ich für die Berliner Zeitung besprochen (noch nicht gedruckt) und der wunderbaren Übersetzerin Lis Künzli als Jurymitglied zum wohlverdienten Eugen-Helmlé-Preis verholfen.
Link nach Bremen
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Alles versteht sich auf Verrat
An Leonard Cohens 75. Geburtstag
I would like to »feed you tea and oranges that come all the way from China«, kann statt dessen aber druckfrisch anbieten:
Wolfgang Kubin und Tang Xiaodu (Hg.): »Alles versteht sich auf Verrat.« Gedichte von Yu Jian, Zhai Yongming, Wang Xiaoni, Ouyang Jianghe, Wang Jiaxin, Chen Dongdong, Xi Chuan, Hai Zi.
Vorwort von Tang Xiaodu. Aus dem Chinesischen von Gao Hong und Wolfgang Kubin.
I hope it gets you on its wavelength and you let your keyboard answer that you’ve always been a lover of Chinese poetry.
Es handelt sich um den ersten Auftritt der meisten dieser Dichter der so genannten Posthermetischen Schule hierzulande, und er scheint uns durchaus gelungen. Zhai Yongming verehren wir schon seit ihren »Kaffeehausliedern« (2004). Wer in letzter Zeit Wolfgang Kubin gelauscht oder gelesen hat, kennt seine These, daß die wirklich wichtige chinesische Literatur im Bereiche der Lyrik verortet ist. Nun haben Sie die Gelegenheit, diese These zu überprüfen.
Das Buch wird in wenigen Tagen im Buchhandel eintreffen, Bestellungen nehmen wir per E-mail gerne entgegen:
presse/at/weidle-verlag.de
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"Hotlist" der Independent Verlage
3. September 2009
Wir wurden nun schon mehrfach gefragt, weshalb wir nicht auf jener "Hotlist" der Independent Verlage, die durch die Presse geistert, zu finden sind. Der Grund ist so einfach wie ernüchternd: Die 20 Verlage, die auf dieser Liste vertreten sind, haben das unter sich ausgehandelt, d.h. andere Verlage wurden nicht informiert. So konnte jeder ein Buch seines Hauses auf die Liste setzen, eine weitere Prüfung fand nicht statt. Ich kann nicht behaupten, daß ich das seriös finde, beim besten Willen nicht. Früher nannte man das Etikettenschwindel, heute nennt man's vielleicht geschicktes Marketing.
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Tim Buckley -- Live at the Folklore Center, NYC, March 6, 1967
3. September 2009
Es grenzt an ein Wunder, daß eine neue CD von Tim Buckley erschienen ist! Natürlich ist es keine neue Aufnahme, sondern ein Konzert vom 6. März 1967. Buckley hatte gerade seine erste LP herausgebracht und arbeitete an der zweiten, "Goodbye and Hello". Das Konzert fand in einem winzigen Folk-Club vor etwa 35 Zuhörern statt (dummerweise war ich damals erst 14 und verdammt weit weg), und Buckley spielt nicht nur Songs von seinen beiden Alben, sondern auch 6, die niemals die Rillen der Welt erblickten. Es ist ein grandioses Konzert, ich höre seit Tagen nichts anderes (außer ein paar seltenen unveröffentlichten Aufnahmen seines Sohnes Jeff Buckley, der ein paar Lieder seines Vaters gecovert hat). Tim Buckley war der größte Sänger seiner Generation, die Stimme schwingt sich in ungeahnte Falsetthöhen und ist von einer strahlenden Schönheit. Erst später, auf seinem 4. Album "Happy Sad", hat er sein tiefes Register entwickelt, ab da wird dann seine Musik eher jazzorientiert, behält aber immer den Schmelz, den nur er hat. Was Baudelaire einst über Rimbaud sagte, nämlich er sei "der wahre Gott der Pubertät", trifft durchaus auch auf den jungen Tim Buckley zu: Seine Songs handeln stets von der Sehnsucht, er ist zutiefst romantisch, wie es nur 20jährige sein können. Kurzum, man höre und staune:
Link zu Tim Buckley
Tim Buckley ist am 29. Juni 1975 gestorben, ich erinnere mich noch an die Todesmeldung im Radio. Da war ich seiner Stimme schon verfallen, und das ist so geblieben. Über die Jahre habe ich alles zusammengesammelt, was es von ihm gibt, und hatte auch das nun neu erschienene Konzert schon als Bootleg, allerdings in einer grauenhaften Tonqualität. Gesehen habe ich ihn leider nie, nur seinen Sohn Jeff bei einem Konzert in Köln. Aber das steht auf einem anderen Blatt. Und auf einem dritten Blatte fände man erwähnt, daß der Gestalter der Einbände unseres "Helianth" von Albrecht Schaeffer und des "Napoleon" von Teixeira de Pascoaes, nämlich Michael Biberstein, einst als Roadie für Tim Buckley tätig war.
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Kalenderverschiebung
27. Juli 2009
Nicht daß 2010 kein würdiges Kalenderjahr wäre, aber wir haben uns dennoch entschlossen, unseren Ruhrgebietskalender erst im Jahr 2011 wirken zu lassen. Die Gründe liegen in den Bestellgewohnheiten des Buchhandels, dort ist im Frühjahr Kalenderzeit, und dafür sind wir schlicht zu spät dran, wie wir auch ohne Kalender feststellen konnten. Wir produzieren ihn aber noch in diesem Jahr, und unsere Buchhandelsvertreter werden ihn dann bei der Frühjahrsreise 2010 stolz präsentieren.
Heute erschien in der FAZ eine Glosse von Oliver Jungen zu Raymond Federman, Sie finden sie hier:
Link ins Frankfurter Allgemeine
Den dort erwähnten Blog von Raymond Federman gibt's hier:
Link zu Raymond Federman
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IANVA
28. Juni 2009
Ausnahmsweise geht es heute mal nicht um Bücher, sondern um Musik: Soeben ist die neue CD einer italienischen Band namens IANVA erschienen, sie trägt den Titel "Italia: Ultimo Atto". Ich verfolge das Schaffen dieser Gruppe seit den Anfängen und bin hingerissen von ihrer Musik, die Wurzeln in den 20er und 30er Jahren des verwichenen Jahrhunderts hat und doch ganz heutig ist. Die erste CD, "Disobbedisco", erschien 2006 und befaßte sich mit einer Szene vom Ende des Ersten Weltkriegs, sie beginnt mit der Stimme d'Annunzios und enthält schon das, was den Charme dieser Band ausmacht: eine nur Italienern in die Wiege gelegte opernhafte Dramatik mit wunderbaren Trompetensätzen. Aber Musik zu beschreiben ist zum Glück in Internetzeiten nicht mehr nötig, man höre selbst:
Link zur Musik
Besonders "Tango della Menade" sei empfohlen.
Die neue CD nun erfaßt in einzelnen Kapiteln die Geschichte Italiens von 1943 bis heute. Wieder beginnt sie programmatisch mit der Stimme Pier Paolo Pasolinis und ist noch aufwendiger produziert und gestaltet als der Vorgänger. Die Texte im schönen Booklet allerdings finden nur auf italienisch statt, eine englische Übersetzung wird es früher oder später im Internet geben.
Die CDs sind in Deutschland nur schwer erhältlich, ich bestelle sie bei der Band selbst und bekomme sogar manchmal eine nette mail zurück. Hier der Link:
Link zur Band
Und da ist die Parallele zu uns Independent-Verlagen: Auch unsere Bücher sind mitunter nicht leicht zu finden, weil die großen Händler sie kaum führen. Zwar ist die Situation noch nicht so gravierend wie in der Musikindustrie, aber besser wird es auf unserem Gebiet auch nicht. Eher schlechter. So bin ich auf Ianva nicht durch den Besuch eines CD-Ladens aufmerksam geworden, sondern durch ein Internet-Forum. Und bin immer wieder erstaunt, wieviel großartige Musik es doch gibt, die weder in den Feuilletons noch im Handel vorkommt. Deshalb werde ich hier von Zeit zu Zeit auf solche Trouvaillen hinweisen.
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John Yau in Berlin
17. Juni 2009
Ich übersetze gerade Gedichte von John Yau, die er für eine Lesung in der Akademie der Künste, Berlin, am 4. Juli ausgewählt hat. Näheres hier:
Link zur Lesung
Natürlich werde ich als braver Übersetzer dabeisein. Zumal wir alte Freunde sind und sicher hinterher die Nöte der lokalen Brauereien lindern werden. Wobei wir uns durchaus über angenehme Gesellschaft freuen.
Eine sehr schöne Rezension von Stefan Möller zu Raymond Federmans "Pssst!" ist erschienen und kann hier gelesen werden:
Link zur Rezension
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Achim Duchow
9. Juni 2009
Die Ereignisse überschlagen sich, schon gilt es das nächste Buch anzuzeigen, nämlich den Katalog zu Achim Duchow. Ich freue mich sehr, daß wir diesen Katalog verlegen können, denn ich habe den Künstler gekannt, einen äußerlich sehr chaotischen Menschen mit einem verhängnisvollen Hang zur Selbstzerstörung, aber zugleich mit einem scharfen Intellekt und einer großen Begabung gesegnet. Er ist, wie so viele, an sich selbst gestorben. Es gibt zu dem Katalog auch eine Ausstellung in der Galerie Rainer Klimczak, Viersen:
Zur Galerie
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"Freund Butler" schafft den Wonnemonat
30. Mai 2009
Was man verspricht, das muß man auch halten. Deshalb darf ich voller Stolz vermelden, daß in der Tat heute die ersten Exemplare des überaus spannenden Romans "Freund Butler" von Jérôme Lafargue hier eingetroffen sind. Das Buch war in Frankreich ganz schön erfolgreich und wird dies hoffentlich hier ebenfalls sein. Um das zu befördern, bin ich über meinen schwäbischen Schatten gesprungen und habe den Preis radikal gesenkt, von 23 EUR auf 19 EUR. Um aber das innere Schweinehundle nicht ganz verhungern zu lassen, ist das Buch nun broschiert, wenn auch selbstverständlich mit Fadenheftung und der aufwendigsten Gestaltung, die Friedrich Forssman und ich je ersonnen haben. Lassen Sie sich überraschen!
Das Buch wird wohl erst in etwa 10 Tagen die Regale der Buchhandlungen bevölkern, wenn überhaupt: Die großen Buchhandelsketten nehmen inzwischen grundsätzlich so gut wie keine Bücher aus Independent-Verlagen mehr ans Lager -- erst wenn diese aus irgendwelchen Gründen dann erfolgreich sind, springen sie auf den davonrasenden Zug auf. Das macht unser Leben nicht leichter, und wir bedauern sehr, daß nun schon einer unserer Lieblingskollegen, Urs Engeler, aufgeben muß. Was wir dringend bräuchten, ist eine Förderung unabhängiger Buchhandlungen mit gutem, breitem Sortiment; ähnlich der Förderung der Programmkinos, die sich gegen das Monopol der Kinoketten stellen, um ein wenig Filmgeschichte zu bewahren. Aber das sind fromme Wünsche (die man ja an Pfingsten durchaus äußern darf).
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Wien und weiter
26. Mai 2009
Heute und morgen Frankfurt, nächsten Mittwoch dann schon Wien:
Mittwoch, 3. Juni 2009, 19 Uhr
Literaturhaus, 1070 Wien, Abendeingang Zieglergasse 26 A
Eintritt frei
Einlaß: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Lesung und Buchpräsentation
SALAMON DEMBITZER: VISUM NACH AMERIKA. Roman
Einführung: GUY STERN (Prof. em. Wayne State University, Detroit)
Es liest Burgschauspieler JOSEPH LORENZ
Frühsommer 1940: Die Nationalsozialisten greifen die neutralen Länder Belgien und Holland an, eine Massenflucht nach Frankreich setzt ein. Zehntausend Vertriebene, unter ihnen der Schriftsteller Sylvian Horn und seine Gefährtin, müssen bald erfahren, daß die Wehrmacht nicht an der Grenze zu Frankreich haltmacht.
Schonungslos schildert Salamon Dembitzer die Geschichte einer Liebe unter den Bedingungen von Entbehrung, Furcht und Heimatlosigkeit. Er verarbeitete im Roman seine eigene Flucht nach Portugal.
Der Literaturwissenschaftler und Doyen der Exilforschung GUY STERN, geboren 1922 in Hildesheim, emigrierte 1937 in die USA. Er gehörte, wie Hans Habe oder Stefan Heym, zu jenen "Ritchie Boys" genannten Absolventen eines US-Ausbildungscamps, das vorwiegend aus jungen deutschen Flüchtlingen bestand und 1944 mit den alliierten Truppen in Frankreich eintraf, um das Kriegsende propagandistisch zu beschleunigen. 2004 hat Regisseur Christian Bauer ihre Geschichte verfilmt.
http://www.ritchieboys.com/
Eine Rezension von "Visum nach Amerika" finden Sie unter:
http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/Dembitzer/
Aber es gibt noch mehr zu vermelden: In der Woche nach Pfingsten wird nun endlich der Roman "Freund Butler" von Jérôme Lafargue ausgeliefert! Es hat mal wieder ziemlich lange gedauert, aber das kennen wir ja. Das Buch aber hat's in sich. Wir verschicken gerne Leseexemplare an Buchhändler.
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Autumn Leaves
5. Mai 2009
Wir haben im Frühjahr den alljährlichen Herbstfleiß entwickelt und die Vorschaublätter gestaltet, erstmalig in Farbe. Sie sind hier zu bewundern:
Link zum Herbst
Die Vorschau kann natürlich auch auf Papier bezogen werden, eine mail an presse(at)weidleverlag.de genügt völlig. Die Presseaussendung findet nächste Woche statt, dann ist Benedikt Viertelhaus aus Istanbul zurück und schleppt die Briefkörbe mit mir zur Post.
Eine erste Erwähnung unseres Belletristik-Titels »Frühstück mit Mick Jagger« von Nathalie Kuperman kann man in der neuen Ausgabe der Zeitschrift BuchMarkt finden, auf Seite 36 dieses sehr zu empfehlenden Blattes.
Ansonsten stehen die nächsten Veranstaltungen vor der Tür, am 27. Mai stellen wir im Frankfurter Holzhausenschlößchen das Buch »Die Braut im Zwielicht« von Eric Koch vor, der Autor wird aus Kanada anreisen.
Am 3. Juni sind wir dann in Wien, um gemeinsam mit Guy Stern den Roman »Visum nach Amerika« von Salamon Dembitzer im Literaturhaus der Donaumetropole zu präsentieren.
Und, last not least: Unser in Verzug befindlicher letzter Frühjahrstitel »Freund Butler« von Jérôme Lafargue ist ins Endstadium der Korrektur eingetreten und erscheint noch in diesem Wonnemonat!
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Verlagspräsentation in Kevelaer
19. April 2009
Was sollte man dem noch hinzufügen wollen?
Verlagsprofile (5): Weidle Verlag, Bonn
Am 24. April, 19.30 Uhr, wird die Reihe "Verlagsprofile" fortgesetzt. Zu Gast ist dann der Weidle Verlag, der seinen Sitz in Bonn hat und Anfang der 90er Jahre gegründet wurde - der Verleger Stefan Weidle, der das Haus zusammen mit seiner Frau Barbara betreibt, schreibt dazu: "Mittlerweile ist der Verlag so alt geworden, daß sich die Gründungsgeschichte im Dunkel der frühen 90er Jahre verloren hat."
Im Katalog der Kurt Wolff Stiftung "Es geht um das Buch. Bücher unabhängiger Verlage 2008/09" stellt sich der Verlag mit folgenden Worten vor:
"Der Weidle Verlag widmet sich in erster Linie der Literatur der 20er und 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts, besonders Autoren, die ins Exil gehen mußten und nach 1945 in Vergessenheit gerieten. Das Spektrum spiegelt die Vorlieben des Verlegers; so gibt es zwei Bücher von D. H. Lawrence, und die Gegenwartsautoren nehmen zu: Ana Nobre de Gusmão, Laima Muktupavela, Otto A. Böhmer, Raymond Federman, Jörg W. Gronius, Wolfgang Kubin, Johannes Muggenthaler. Auch die Kunst hat Raum, die Umschläge werden oft von Künstlern gestaltet, der Verlag publiziert Kunstkataloge. Die Gestaltung aller Bücher liegt in den Händen von Friedrich Forssman, was zu zahlreichen Auszeichnungen durch die Stiftung Buchkunst geführt hat. 2008 wurde gar der Band "Die Geistigen" von Salamon Dembitzer für den Deutschen Designpreis nominiert! 2000 erhielt der Verlag den Karl Heinz Zillmer Preis, 2005 den Kurt Wolff Preis."
Freitag, 24. April 2009, 19.30 Uhr
Verlagsprofile (5): Weidle Verlag, Bonn
Buchhandlung Reul
Basilikastraße 4
47623 Kevelaer
http://www.monnier-beach.de/
Eintritt frei
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George Grosz returns
Das kann nicht wahr sein! Die New York Times veröffentlicht eine recht kurze, aber inhaltlich richtige Meldung, daß die Erben von George Grosz das MoMA auf Herausgabe des "Bildnis Max Herrmann-Neisse" und zweier weiterer Werke von Grosz verklagen. Nachzulesen hier:
Link zur New York Times
Die dpa macht dann eine Meldung daraus, die einen saublöden Fehler enthält. Die NYT schreibt, daß die illegale Verkäuferin des Bildes, Charlotte Weidler (keine Steigerung von mir!), angab, es von Flechtheim erhalten zu haben, und bei dpa heißt es, George Grosz habe es ihr geschenkt. Die Schlamperei ist nachzulesen u.a. hier:
Link zum Standard
In unserem Buch von Ralph Jentsch steht ganz richtig: "Im Dezember 1952 wird das restaurierte Gemälde »Bildnis Max Herrmann-Neisse« im Museum of Modern Art in New York erstmals als Neuerwerbung ausgestellt. Kurz darauf muß Grosz während eines Museumsbesuchs das Bild gesehen haben, denn er schreibt in einem Brief vom 8. Januar 1953 an seinen Schwager Otto Schmalhausen nach Berlin: »Modern Museum stellte ein mir gestohlenes Bild aus (bin machtlos dagegen) sie habens von Jemand gekauft, ders gestohlen.«"
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Bob Dylan etc.
3. April 2009
Der jetzt schon viel weniger beliebte Fernsehsender RBB hat sich jeglichen Hinweis auf die Existenz des Buches von Ralph Jentsch über George Grosz und Alfred Flechtheim verkniffen. Auf unsere sanfte Beschwerde hin flossen die Krokodilstränen reichlich. Fernsehen eben. Ich weiß schon, weshalb ich mir das nicht antue.
Bob Dylan und Max Schmeling aber verstanden sich prächtig, ich habe gar einen Artikel über das Konzert im Bonner General-Anzeiger veröffentlicht, und der geht so:
Ein sehr geachteter Musiker
Bob Dylan in der Berliner Max-Schmeling-Halle
von Stefan Weidle
Stolz meldete die Schwäbische Zeitung vor ein paar Tagen, dass ein bedeutender schwäbischer Hersteller von Mundharmonikas soeben einen Exklusivvertrag mit Bob Dylan abgeschlossen habe, einem „sehr geachteten Musiker“. Tatsächlich spielte Bob Dylan beim Konzert am Mittwoch in Berlin mehr Mundharmonika als in den letzten Jahren, kein Wunder, denn das Instrument trägt nun den Namen „Bob Dylan Signature Harp“. Eine weitere Ehrung für einen Künstler, an dem alle Ehrungen abprallen, ebenso wie die Verehrung seines Publikums, das er während des Konzerts kaum eines Blickes würdigt. Bob Dylan lebt in einer eigenen Welt, und immer wieder lässt er uns Nachrichten daraus zukommen, zuletzt über seine Website den Song „Beyond Here Lies Nothin’“ von seiner neuen CD, „Together Through Life“. Darin heißt es: „Jenseits des Hiesigen liegt nichts / nur das Gebirge der Vergangenheit“. Eine starke Aussage für jemanden, der einst ein strenggläubiger Christ war und sich nun, 67-jährig, mit seinem Tod beschäftigt.
Im Konzert streifte Dylan mit seiner fast zu perfekten Band durch das Gebirge seiner und unserer Vergangenheit, von „Blowin’ in the Wind“ (1962) bis „Spirit on the Water“ (2006). Auch diesmal waren einige Überraschungen dabei, das Repertoire ist fast unerschöpflich, und wie er diese ungeheure Menge an Texten im Kopf behält, bleibt sein Geheimnis – im letzten Jahr spielte er bei 100 Konzerten nicht weniger als 86 verschiedene Lieder. Er begann mit „The Wicked Messenger“, später gab es eine unerwartete Fassung von „You Ain’t Going Nowhere“, das man allein am Text erkennen konnte. Das gilt für viele seiner Songs, denn Dylan verändert sie fortwährend, sie bleiben für ihn ein Work in Progress (längst kein Work in Protest mehr). Seine Stimme hat unter den zahllosen Konzerten der letzten 21 Jahre gelitten, ihm fehlen die Höhen, doch die Intensität, die Unbedingtheit seines Gesangs machen das wett. Es gibt da kein Moment der Nostalgie, kein Schwelgen in vergangenen Zeiten. Alles ist hier und jetzt, die Songs stehen ständig auf dem Prüfstand der Gegenwart, Dylan überprüft sie, und sie wiederum prüfen den Hörer: Bist du mitgegangen? So wird „Like a Rolling Stone“von der bissigen Hippie-Hymne gegen die jeunesse dorée plötzlich zum Soundtrack der Finanzkrise: „Nimm jetzt deinen Brillantring / und trag ihn ins Pfandhaus“. Das dürfte dieser Tage häufig geschehen. Und wenn er in „Things Have Changed“ singt: „Ich hatte mal Mitgefühl / aber die Dinge haben sich geändert“, so meint man einen heutigen Investmentbanker über „Humankapital“ sprechen zu hören. Dylans Gedichte sind wie alle bedeutende Lyrik überzeitlich und damit stets zeitgenössisch.
Der Höhepunkt des Konzertes aber war „Love Sick“, das er mit metallisch-schneidender Stimme sang. Ein Lied, das vom Überdruss an der Liebe handelt („I’m sick of love“) und doch mit den Zeilen endet: „Ich weiß nicht, was ich tun soll / ich gäbe alles / um bei dir zu sein“.
Die Tour geht weiter, zunächst nach München und Saarbrücken, danach wird die nächste Tour folgen, und wieder werden sich die Dinge geändert haben. Samuel Beckett schrieb einst: „Das Ende liegt im Anfang, und trotzdem macht man weiter.“ Bob Dylan lebt diesen Satz.
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Ralph Jentsch im RBB Fernsehen
1. April 2009
Morgen abend, 2. April 2009, strahlt der allseits beliebte Fernsehsender Radio Berlin-Brandenburg, in Fankreisen als RBB bekannt, einen Beitrag über Ralph Jentsch und seine Forderung nach Restitution von Bildern, die George Grosz gestohlen wurden, aus. Jentschs Buch zum Thema haben wir publiziert. Die aufregende Sendung beginnt um 22:20 Uhr und heißt "Stilbruch". Eine detaillierte Beschreibung finden Sie hier:
Link zur Sendung
Wir verfolgen heute abend die Begegnung zweier Legenden: Bob Dylan und Max Schmeling!
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DER SPIEGEL
Zu unserer großen Freude durften wir eben im SPIEGEL nächster Woche einen zwei Seiten langen Artikel von Michael Sontheimer über Ralph Jentsch und seine Nachforschungen über den Verbleib zahlreicher Gemälde von George Grosz lesen. Selbstverständlich ist sein bei uns erschienenes Buch "Alfred Flechtheim und George Grosz. Zwei deutsche Schicksale" darin als Quelle erwähnt. Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich den Artikel hier nicht zitieren, muß also zum Kauf des Heftes raten. Ich habe es als e-paper für 3,70 EUR erworben und hoffe sehr, daß sich diese Ausgabe amortisieren wird.
Mehr gibt es hier:
Link zum Buch
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Wir gratulieren!
21. März 2009
Pünktlich zum Frühlingsbeginn erfahren wir, daß unser Autor Raymond Federman im Mai die Ehrendoktorwürde des Washington College verliehen wird. Das Washington College wurde noch zu Lebzeiten seines Namenspatrons George Washington, nämlich 1782, in Chestertown, Maryland, gegründet und gilt heute als eines der 100 besten amerikanischen Colleges. Grund genug, stolz auf diese Auszeichnung zu sein, mit der u.a. schon Franklin D. Roosevelt und Harry Truman geehrt wurden.
Wir erheben das Glas ...
Wer sich unserer Gratulation anschließen möchte, schreibe direkt an Raymond Federman unter
moinous(at)aol.com
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E-Books
16. März 2009
Nachdem wir die Leipziger Buchmesse an Leib und Seele weitestgehend unbeschadet überstanden haben, ist uns direkt heute die Berliner Zeitung in die Hände gefallen, die ein Interview mit dem "Kleinverleger Stefan Weidle" publiziert hat. Wer es unbedingt nachlesen möchte, sei vertrauensvoll auf das Internet verwiesen, genauer hierher:
Link zur Berliner Zeitung
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Salamon Dembitzer in Leipzig!
9. März 2009
Mit einer an Magie grenzenden Pünktlichkeit ist ein neues Buch heute in die große Welt unseres Verlagsbüros getreten und sofort aus seinem braunen Pappgefängnis befreit worden. Es handelt sich um:
Salamon Dembitzer, Visum nach Amerika.
Mit stolzgeschwellter Brust werden wir das Buch an unserem Leipziger Buchmessenstand präsentieren. Wie jedes Jahr findet man uns unschwer am Stande der Verlagsvertretung Grabert/Heckel/Krause, Halle 5, D 110/112, oder aber bei der Kurt Wolff Stiftung, Halle 5, E 109.
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Visum nach Amerika
22. Februar 2009
Voller Stolz kann ich vermelden, daß der angekündigte Roman von Salamon Dembitzer: »Visum nach Amerika« inzwischen in statu imprimendi, vulgo im Druck, ist. Ich kenne kein anderes Buch über das Exil, das mit einer so kalten Präzision den Seelenzustand der Flüchtenden seziert. Ein ganz großartiger Roman, der mich immer wieder an Célines »Reise ans Ende der Nacht« erinnert hat. Die Fahnen liegen vor und können zu Rezensionszwecken bestellt werden, das Buch erscheint dann zur -messe in Leipzig, die am 12. März ihre Drehkreuze öffnet. Wir werden hinfahren und von Donnerstag mittag bis Samstag abend anwesend sein. Standnummer etc. teile ich noch rechtzeitig mit. Hanne Kulessa wird auf der Messe lesen, und zwar am Sonntag, dem 15. März 2009, 14:30 bis 15:00 Uhr
Ort: Leipzig liest, Forum Halle 4, Stand D111.
Wir waren noch auf einer anderen Buchmesse, nämlich der in Jerusalem, diesfalls als Vertreter der Kurt Wolff Stiftung. Es war durchaus interessant, auch wenn die Zahl der Deutsch lesenden Israelis stark abnimmt. Immerhin aber konnte ich dort der Vorstellung des neuen Romans von Atiq Rahimi, »Syngué Sabour : La pierre de patience«, beiwohnen und habe das Buch sofort erstanden, signieren lassen und direkt gelesen. Ich war hingerissen! Rahimi hat 2008 den Prix Goncourt dafür bekommen, zu Recht. Schade, daß sicher schon ein deutscher Großverlag seine gierigen Finger nach dem Buche ausgestreckt haben wird.
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Hanne Kulessa liest
3. Februar 2009
Wir haben die Ehre, abermals zwei Lesungen von Hanne Kulessa ankündigen zu dürfen, deren erste sich in unmittelbarer zeitlicher Nachbarschaft befindet:
Donnerstag, 5. Februar, 20 Uhr:
Hanne Kulessa liest aus ihrem Roman »Der Große Schwarze Akt«
Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main
www.hlfm.de
Auf die zweite darf man sich noch etwas länger freuen:
Montag, 9. Februar, 20 Uhr
Saarländisches Künstlerhaus
Karlstraße 1
66111 Saarbrücken
www.kuenstlerhaus-saar.de
Und diese Lesung wird, kaum verhallt, am 24. Februar ab 20:04 Uhr in SR 2 KulturRadio (»Literatur im Gespräch«) für alle Ohren zugänglich sein.
Mit diesen sachdienlichen Hinweisen gratulieren wir unserer Autorin herzlichst zu ihrem heutigen Wiegenfest!
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Neues Jahr
8. Januar 2009
Frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt, wünsche ich allseits ein vergnügliches Neues Jahr.
Ich habe in den Ferien zum ersten Mal ein Buch aus dem eigenen Verlag gelesen, so absurd das klingen mag -- aber schließlich liest man als Verleger jeden Text mindestens drei Mal, bevor er als Buch erscheint, und dann kennt man ihn und hat außerdem Angst, das fertige Buch zu öffnen, weil es Setzfehler enthalten könnte. Diesmal aber war die Publikation sehr lange her (1995), und es handelte sich um eines meiner Lieblingsbücher, den "Helianth" von Albrecht Schaeffer, drei Bände mit zusammen fast 2000 Seiten. Ich habe die Lektüre sehr genossen (ja, es gibt ein paar Setzfehler, aber trotzdem ...). Näheres zu dem Roman findet man hier:
Link zum Helianth
Danach las ich ausnahmsweise eine Neuerscheinung, "Der Turm" von Uwe Tellkamp, auch mit Setzfehlern, doch erfreulicherweise in alter Rechtschreibung -- 1000 Seiten in neuer wären denn doch verdammt hart gewesen. Das Buch ist (für einen Großverlag) ungewöhnlich schön gestaltet, gar mit Ligaturen versehen, auch wenn diese generell gesetzt sind, also auch über Morphemgrenzen hinweg ("Aufführung" hat ebenso die Ligatur wie "offen"). Der Roman hat mich sehr beeindruckt, auch wenn man ihm einen entschiedeneren Lektor gewünscht hätte, der dem Autor einige Selbstverliebtheit ausgeredet hätte. Doch weiß ich, wie schwer das ist ...
Nun aber hat mich der Alltag wieder, und ich werde nächste Woche die Frühjahrsvorschau verschicken und dann ans Lektorat der neuen Titel gehen, zuerst kommt "Visum nach Amerika" von Salamon Dembitzer; ich freue mich sehr darauf, denn bislang kenne ich nur die englische Übersetzung des Romans.
Last not least möchte ich den diesjährigen Kurt-Wolff-Preisträgern gratulieren, dem Peter Hammer Verlag (unseren freundlichen Standnachbarn auf der Frankfurter Buchmesse) und dem Wehrhahn Verlag (der u.a. auch ein Buch unseres Autors Jörg W. Gronius publiziert hat).
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Frühjahr 2009
10. Dezember 2008
Angesichts der herrschenden klimatischen Bedingungen scheint das Frühjahr zwar noch in unerreichbarer Ferne zu liegen, doch haben wir es bereits gewagt, eine Vorschau darauf zu entwerfen, um die Vorfreude zu schüren.
Link zur Vorfreude
Da Weihnachten vor der Tür steht, möchten wir an unseren Merkspruch erinnern: Schenke von Herzen, doch was es auch sei, ein Weidlebuch ist immer dabei.
In diesem Sinne wünschen wir allen eine frohe Weihnachtszeit.
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Raymond Federman in der FR
9. Dezember 2008
Heute erschien in der Literaturbeilage der Frankfurter Rundschau eine ganz wunderbare Rezension des Buches »Pssst!« von Raymond Federman, geschrieben hat sie Martina Meister, und lesen kann man sie hier:
Link zum Artikel
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Auszeichnung!
3. Dezember 2008
Zu unserer großen Freude erfahren wir eben, daß die Stiftung Buchkunst uns ein weiteres Mal ausgezeichnet hat. Raymond Federman: »Pssst! Geschichte einer Kindheit« ist eines der schönsten Bücher des Jahres 2008! Wir danken Katharina Hinsberg, Friedrich Forssman, der Druckerei Reinheimer und der Buchbinderei Schaumann. Und natürlich dem Autor.
In diesem Jahr wurden 1072 Bücher eingereicht, von denen 62 eine Auszeichnung bekamen.
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Hanne Kulessa live in Darmstadt
24.10.
Wer unsere News nicht regelmäßig liest, mag eventuell vielleicht übersehen haben, daß eine weitere Lesung von Hanne Kulessa sich in der näherrückenden Zukunft befindet. Am 27. Oktober, einem Montag übrigens, wird sie dann um 20 Uhr Gegenwart, und zwar im Literaturhaus Darmstadt. Also nichts wie hin, bevor sie sich der Vergangenheit eingliedert.
Link ins Literaturhaus
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Buchmesse
Wir haben die Messe knapp, aber verdient überstanden, selbst die erwarteten gesundheitlichen Schäden sind ausgeblieben. Wir danken allen Besuchern für ihr Interesse und die Nichtweitergabe gefährlicher Viren. Aus anderen Verlagen hörten wir schon von diversen Bettlägerigkeiten und wünschen gute Besserung. Merke: Wer sich gegen Grippe impft / nie mehr auf dieselbe schimpft.
Nun hat uns der Alltag wieder, und der brachte heute nicht nur Gereimtes, sondern auch das neue Buch, nämlich
Eric Koch: Die Braut im Zwielicht. Erinnerungen.
Mit einem Vorwort von Alfred Grosser
Aus dem Englischen von Ruth Keen und Stefan Weidle
Dank der Großherzigkeit der Druckerei Reinheimer in Darmstadt gibt es wieder ein Streifenplakat dazu, es kann per mail bestellt werden (presse(at)weidleverlag.de).
Am 27. Mai wird Eric Koch in Frankfurt sein, um sein Buch im Holzhausenschlößchen vorzustellen. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hat freundlicherweise die Frankfurter Oberbürgermeisterin, Petra Roth, übernommen.
Aber bis dahin fließt noch viel Wasser aus dem Main in den Rhein.
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Raymond Federman
6. Oktober 2008
Die Buchpräsentation von "Pssst!" in Paris verlief reibungslos, und wir hatten gar noch Zeit, die wunderbare Mantegna-Ausstellung im Louvre zu sehen.
Die Post hat ein kleines Wunder vollbracht und das Buch in einer knappen Woche zu seinem Autor nach San Diego gebracht. Raymond Federman hat uns diese mail geschrieben:
"What a beautiful book to hold and behold.
The white jacket with the little black holes in it
The black cover of the book itself with the red Pssst
The red pages inside the cover and then the text -- the words so well placed on the pages
I turned every page of the book -- stopping here and there to read a few lines -- yes my German is good enough to recognize what I wrote and to appreciate how Andrea made my words speak German
It is obvious -- Erica said as her turn came to hold the book -- that this book was made with care and with affection and with an understanding of what it is.
Meine Mutter would have been proud of that book and of me.
Thank you Stefan and whoever else made this beautiful book."
Das Buch sollte nun auch bald in den Handel geraten, die Rezensionsexemplare sind teilweise schon verschickt, Bestellungen nehmen wir gerne entgegen.
Am Samstag habe ich Leonard Cohen in Berlin gesehen. Unbeschreiblich.
Und morgen geht's weiter nach Wien, am Donnerstag um 20 Uhr findet im phil, Gumpendorfer Str. 10-12, die Präsentation unseres Materialienbandes zu Walter Abish statt.
Unsere Standnummer auf der Buchmesse: Halle 4.1, F 137. So long.
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Pssst!
27. September 2008
Heute früh kamen die ersten 30 Exemplare des neuen Buches von Raymond Federman, "Pssst! Geschichte einer Kindheit". Da der Schutzumschlag eine Lochstanzung bekam, hatte ich keine haargenaue Vorstellung, wie das Buch schließlich aussehen würde. Und war -- man sehe mir das große Wort ausnahmsweise nach -- überwältigt. Es ist ein wunderschönes Buch geworden, das eine selten dichte Einheit von Gestaltung und Inhalt bietet. Das ist Katharina Hinsberg und Friedrich Forssman zu verdanken, die das Umschlagskonzept entworfen haben und sich dabei etwas vorstellen konnten, was nun Realität geworden ist. Wer Katharina Hinsbergs Arbeit nicht kennt, bekommt hier einen Einblick:
Link zu Katharina Hinsberg
Das Buch ist also da und kann bestellt werden. Ein Streifenplakat haben wir dank der Druckerei Reinheimer ebenfalls anzubieten.
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Going on tour
24. September 2008
Nächste Woche gehen wir auf Tournee! Zunächst sind wir am 3. Oktober in Paris. Dortselbst nämlich wird um 16:30 Uhr im Goethe-Institut, 17 avenue d'Iéna, das dann druckfrische Buch von Raymond Federman, "Pssst! Geschichte einer Kindheit" vorgestellt, übrigens in Anwesenheit des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers. Den Rahmen bildet die Verleihung des Übersetzerpreises des Landes NRW an Pierre Deshusses. Da dieser unter anderem unseren Hausgott Heimito von Doderer ins Französische übertragen hat, hat er jeden Preis der Welt verdient. Unsere bereits preisgekrönte Übersetzerin, Andrea Spingler, wird ebenfalls anwesend sein.
Am 4. Oktober besuchen wir in Berlin eine andere Tournee, die von Leonard Cohen.
Am 9. Oktober sind wir in Wien. Um 20 Uhr findet im phil, Gumpendorfer Str. 10-12, die feierliche Vorstellung unseres Materialienbandes zu Walter Abish statt; der Herausgeber, Robert Leucht, wird mehr als die Honneurs machen, und der großartige Schauspieler Markus Hering wird aus Werken von Abish lesen.
Am 10. sind wir wieder zurück, und am selben Abend um 20 Uhr liest Hanne Kulessa aus ihrem Roman "Der Große Schwarze Akt" in der Berger Bücherstube, Marktstr. 15, in Frankfurt (Bergen-Enkheim).
Dann ist schon wieder Buchmesse (ächz!), Sie finden uns unschwer am gewohnten Ort, Halle 4.1, F137. Morgen wagen wir den entscheidenden Schritt zu einer erfolgreichen Messe und lassen uns gegen Grippe impfen.
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Platz 4
22. September 2008
Der Oktober verspricht golden zu werden. Sagt zumindest der SWR und hat Hanne Kulessas Roman "Der Große Schwarze Akt" dementsprechend auf Platz 4 der Bestenliste gesetzt. Was sagt man dazu? Wow vielleicht?
Eine schöne Besprechung des Romans aus der FAZ kann man hier nachlesen: Link zur FAZ
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Eric Koch
15. September 2008
Das Wochenende verbrachte ich in Kassel, um mit Friedrich Forssman das nächste Buch zu setzen:
Eric Koch, »Die Braut im Zwielicht. Erinnerungen«. Mit einem Vorwort von Alfred Grosser.
Nunmehr also ist die Fahne da und kann zu Rezensionszwecken bestellt werden. Zur Übersetzung, die Ruth Keen und ich uns geteilt haben, schrieb mir Eric Koch gestern:
»Lieber Stefan,
Ich bin völlig begeistert von der Übersetzung. Das Buch ist jetzt viel besser als im englischen Original. Ich hab’s ja auf englisch mit einem deutschen Accent geschrieben! Erst jetzt klingt es richtig. Als ich es las, kam es mir vor, als ob ich es auf deutsch geschrieben hätte, obwohl ich das nie gekonnt hätte.
Ich gratuliere.
Und bin sehr dankbar.
Eric«
Ein schöneres Kompliment habe ich nie bekommen. Es gilt natürlich auch Angelika Singer, die aus den Übersetzungshälften eine Einheit gemacht hat. Und Carolina López, die mir bei meiner Hälfte assistierte.
Für Umschlag und Einband haben wir uns ziemlich viel einfallen lassen (Friedrich Forssman natürlich mehr als ich), das Ergebnis wird ungläubiges Staunen hervorrufen.
Jetzt beginnt die Fahnenkorrektur.
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Buchpremiere
Buchpremiere
9. September 2008
Gestern nun fand die feierliche Buchpremiere des »Großen Schwarzen Akts« im Frankfurter Holzhausenschlößchen statt. Hanne Kulessa las, Clemens Greve führte ein, die Massen strömten, der anfangs unter seiner Last beinahe zusammenbrechende Büchertisch konnte sich rasch entspannen. Sogar ein prominenter Autor eines Bonner Verlags war erschienen, Otto A. Böhmer! Grenzenloser Jubel umtoste die mit Blumen überschüttete Autorin. Einen kleinen Eindruck von den Details erhalten Sie hier:
Link zum BuchMarkt
Wer das epochale Ereignis verpaßt hat, kann Hanne Kulessa am 27. Oktober im Literaturhaus Darmstadt lauschen, genauere Angaben finden Sie hier:
Link ins Literaturhaus
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Raymond Federman
4. September 2008
Soeben erhielt ich eine Mail von Friedrich Forssman, daß die Proofs des Buches von Raymond Federman fehlerlos seien. Was bei der Qualität unserer Druckerei, Reinheimer in Darmstadt, nicht weiter verwundert. Die Produktion kann also anlaufen, und am 3. Oktober werden wir in Paris erste Exemplare haben. Der französische Originalverlag, Léo Scheer, hat einen sehr schönen Film über Raymond Federman und sein Buch ins Netz gestellt. Darin besucht er den Schauplatz seiner Kindheit und liest aus »Chut« (so der Originaltitel, bei uns heißt das Buch »Pssst! Geschichte einer Kindheit«).
Link zum Film
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Walter Abish
Soeben klingelte es an der Bürotür, und ein tropfnasser Paketbote trug schimpfend Pakete ins Haus. Diese aber enthielten durchweg Erfreuliches, nämlich das neueste Verlagswerk:
Robert Leucht (Hg.), 99 Arten das Ich und die Welt zu erfinden. Walter Abish: Materialien und Analysen
Es handelt sich um den ersten Band zu Walter Abish hierzulande, und er ist sehr schön geworden, wie ich ganz objektiv feststellen muß. Eigentlich hätte das Buch schon im Mai erscheinen sollen, doch traten 99 Gründe auf den Plan, die eine Verspätung von fast 99 Tagen bewirkten. Ich habe den Herausgeber bereits gebeten, künftig bei der Wahl seiner Titel vorsichtiger zu sein.
Die Auslieferung an den Buchhandel erfolgt in den nächsten Tagen, ganz Eilige können direkt von uns beziehen. Ab sofort.
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Hanne-Kulessa-Plakat
Nunmehr ist das sehr hübsche Streifenplakat zu "Der Große Schwarze Akt" von Hanne Kulessa eingetroffen und kann unentgeltlich bestellt werden. Friedrich Forssman hat es gestaltet und den gesamten Text der immerhin 215 Seiten darauf untergebracht. Besonders gut lesen kann man das Buch auf diese Art nicht, doch kam es darauf auch nicht unbedingt an. Wir bedanken uns bei der Druckerei Reinheimer in Darmstadt für dieses wunderbare Geschenk. Bestellungen an: presse("at")weidle-verlag.de
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TAZ, 26. Juli
In der Taz von besagtem Tage findet sich ein kluger Artikel zu den Problemen der unabhängigen Verlage (die gibt es wirklich!)
Link zum Artikel
Ich habe gar einen Leserbrief geschrieben, der so aussieht:
Das Problem der kleinen und mittelgoßen Verlage ist richtig erkannt, doch ist die vorgeschlagene Lösung einer Subventionierung der Independents (so nennen wir uns, nach Walther Matthau in Don Siegels "Der große Coup") per Regaleinkauf in den Konzernbuchhandlungen der falsche Weg: Warum sollte man der "Buchmafia" auch noch Geld in den Rachen werfen? Ich sehe statt dessen zwei andere Möglichkeiten: 1. Direktförderung der Independents, wie das etwa in Österreich geschieht. Schließlich leisten wir wesentliche Arbeit für das Kulturgut Buch, und diese wird wegen der beschriebenen Probleme der schwindenden Absatzmärkte immer schwieriger bzw. zunehmend unfinanzierbar.
2. Förderung der unabhängigen Buchhandlungen. Dazu kann jeder Buchkäufer sein Scherflein beitragen, indem er oder sie eben nicht in die Buchkaufhäuser geht, sondern in unabhängige Buchhandlungen, die ein gutes Programm vertreten. Wenn diese Buchhandlungen aussterben, ist das letzte Stündlein der Independents angebrochen. Diese Buchhandlungen aber sollten auch vom Staat gefördert werden. Man könnte z.B. ähnlich wie bei den Programmkinos alljährlich Preise für unabhängige Buchhandlungen mit anspruchsvollem Sortiment vergeben. Neben der finanziellen Unterstützung schüfe man damit auch noch Anreize. Die Verteilung der Preise könnte die Kurt Wolff Stiftung übernehmen, die die Interessen der unabhängigen Verlage vertritt.
Stefan Weidle
Weidle Verlag, Bonn
Vorstand der Kurt Wolff Stiftung, Leipzig
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Interview im Deutschlandfunk
Am 21. Juli des laufenden Jahres hat der Deutschlandfunk innerhalb der Sendung "Corso" ein Interview mit mir ausgestrahlt. Wer es nachhören möchte, wende sich vertrauensvoll an diese Seite:
Link zur Sendung
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Juhu, wir haben eine News-Seite!
"If you cannot bring good news / then dont bring any." Bob Dylan
Willkommen auf unserer funkelnagelneuen News-Seite! Und herzlichsten Dank an Bettina Munk für die Einrichtung derselben. Sie hat noch ein paar Kinderkrankheiten (nicht Bettina Munk, sondern die Seite, versteht sich), deshalb ist der so gravitätisch gesetzte Apostroph im dont nicht zu sehen. Er war aber da, Indianerehrenwort!
Auf dieser Seite werden wir gelegentlich Dampf aus der Gerüchteküche ablassen und Stellung nehmen zu weltbewegenden Themen wie etwa dem bevorstehenden Erscheinen von Hanne Kulessas Roman "Der Große Schwarze Akt". Das Buch ist bereits fertig, wird jedoch erst am 10. August an den Buchhandel ausgeliefert. Wir haben es für den Deutschen Buchpreis eingereicht und bitten höflich um kollektives Daumendrücken. Es ist schon ein sehr besonderes Buch, voll wahrer Lügengeschichten. Aber lesen Sie selbst! Bestellungen nehmen wir dankendst schon jetzt entgegen. Den ersten 9 Bestellern winkt gar eine erstaunliche Erfolgsprämie in Gestalt einer silbrigglänzenden CD mit einer 15minütigen Lesung der Autorin selbst!!! Da heißt es zugreifen!
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