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Wenn man von Pogromen liest, dann stellt man sich immer vor, daß das Totschlagen, die Diebstähle und die Vergewaltigungen, die damit verbunden sind, mitten in dem Lärm zersplitternder Fensterscheiben, gewaltsam aufgebrochener Türen und vor allem unter den Schreien der Opfer vor sich gehen. Man denkt nicht daran, daß die Pogrome immer psychologisch vorbereitet sind und daß Menschen getötet werden, die vor Furcht stumm sind. Das vollzieht sich wie die Dramen im Stummfilm.
Michel Matveev (1892–1969) hieß eigentlich Joseph Constantinovsky. Er stammte aus Odessa, von wo er nach den Pogromen 1919 floh. 1923 ließ er sich in Paris nieder und gehörte eine Zeitlang zum Kreis um Joseph Roth. Er studierte Kunst und wurde als Joseph Constant ein damals recht bekannter Bildhauer, dem noch heute ein kleines Museum in Tel Aviv gewidmet ist.
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